Ausgangspunkt Sacromonte

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Sacromonte

Angrenzend an das Abaicín befindet sich das für viele wahrhaft emblematische Viertel Granadas, das zweifellos das geheimnisvollste und rätselhafteste ist: Sacromonte. Der Name dieses Stadtviertels geht auf das Ende des 16. Jhdts. zurück, als in dieser Zone die Reliquien des Heiligen Cecilio sowie mysteriöse Bleitafeln mit Inschriften gefunden wurden, die sog. “Libros Plúmbeos”. Um diese Funde angemessen beherbergen zu können, wurde Jahre später die Abtei Sacromonte gebaut.

Aber der Sacromonte hat auch eine nicht so heilige Facette: den Flamenco un die dazugehörigen Feste. Es gibt einen Sacromonte am Tag und einen anderen in der Nacht, aber beide lohnt es sich mit Zeit un Abenteuergeist zu erforschen.

Tagsüber

Auf einem Spaziergang durch Sacromonte kommt man in den Genuss eines zauberhaften Blicks auf Granada, wobei die Alhambra und der Generalife stets präsent sind. Der ständing ebene und angenehme Weg startet an “Peso de la Harina (Mehlwaage) auf halber Höhe der Steigung “Cuesta del Chapiz”. Von dem früheren Kreuzweg sind heute nur noch einige Steinkreuze aus dem 17. Jhdt. übring, die von den Adligen der Stadt finanziert wurden.

Auf diesem Aussichtsweg kann man die Wohnungen sehen oder erahnen, die schon von den Besuchern vor zwei Jahrhunderten bewundert wurden: die Haushöhlen des Sacromonte, in denen sich die Zigeuner Granadas im 18. Jhdt. ansiedelten. Sie sind von innen und außen geweißt und mit Kaminen sowie Lüftungslöchern ausgestattet. Das Viertel verdankt ihnen zu einem großen Teil sein besonderes Gesicht und seinen Zauber. Am Ende des Weges beginnt die Steigung zur hoch oben auf dem Berg liegenden Abtei.

Nachts

Der Sacromonte ist das absolute Zentrum Granadas für Flamencomusik und den “Cante Jondo”: täglich werden organisierte Darbietungen geboten und mit etwas Glück erleben Sie Auftritte in den Bars und auf den Terrassen des Viertels.

Die “Zambras” des Sacromonte (Höhlen, die als Flamencobühne dienen) sind das Ziel vieler Reisenden, die Granada nicht verlassen, ohne eine lange Nacht mit Flamencotanz und -gesang verbracht zu haben und sich dabei mit Leib und Seele der Musik, einem Gläschen Wein, einer typischen “Tortilla del Sacromonte” (mit Schinken und Paprika u.a.) und der Atmosphäre eines sehr typischen, aber nicht kitschigen Viertels verschrieben haben.

 

Ursprung: Offizieller Stadtführer – Granada Stadt – Turismo Ciudad de Granada

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